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2. August 2009 7 02 /08 /August /2009 14:09

Guten Tag lieber Leser, wenn es vielleicht auf den ersten Blick nicht so erscheint und ich auf dieser Seite immer für Erheiterung gesorgt habe muss / möchte /will ich heute mal zu etwas ernstem kommen.

Die ganze Gesundheitsreform , Pflicht oder Privatversichert , Ärztestreiks und die ganze Thematik die damit zusammenhängt war mir die ganze zeit recht „worscht“. Ich lebe zwar nicht unbedingt gesund brauch aber nur alle 2 Jahre ein Arzt. Seit gestern Abend sehe ich aber unser Gesundheitssystem doch mit anderen Augen weil ich / wir davon betroffen wahren. Folgendes hat sich abgespielt:

Meine Tochter Lina (1 Jahr alt) hatte am Samstagmorgen Fieber 39,1 bevor wir aber zum Doktor rennen gabs erst mal ein Zäpfchen und ordentlich zu trinken, nach einem kurzen hoch legten wir sie um 19:300 ins Bett. Als ich gegen 20:30 nach dem rechten schaute lag sie in ihrem Bett nicht schlafend und auch nicht schreiend sondern nur mit offenen Augen und das ist sehr ungewöhnlich. Mein Beschluss: Es geht zum Notdienst.

Mittlerweile 20:45.

Anruf bei unserer Kinderärztin – Bandansage mit Info wer die Vertretung macht – Bei der Vertretung angerufen 3 x mal keiner geht ran – Plan Nummer 2 – Im Nachbarlandkreis die Bereitschaft angerufen – keiner da – Bandansage die auf den ärztlichen Notdienst verweist –

Kurz nach 21:00 alles zusammengepackt und nach Buchen ins Kreiskrankenhaus gefahren-

21: 20 KKH Buchen -  Nette Frau an der Rezeption leitet uns mit unserer Tochter zur Notaufnahme -  Dort werden wir von der kasachischen Schwester Agnes freundlich aber bestimmend empfangen mit den Worten : „ Kinder unter 16 Jahren DÜRFEN wir nichts machen „ sie hat zumindest noch Fieber gemessen (das ist inzwischen wieder  heruntergegangen ) und schickte uns zurück zur Zentrale die soll uns die Nummer von dem Diensthabenden Bereitschaftsarzt geben – Arzt angerufen – Bandansage Bereitschaft nur bis 19:00 Uhr – mit verweis auf den ärztlichen Notdienst – ärztlicher Notruf angerufen – die meldet sich wirklich und ungelogen mit den Worten : „ Ärztlicher Notdienst , warten sie mal kurz ……“ – nach kurzem gewarte und nachdem ich ihr mein Problem geschildert habe , kam kurz und knapp: Kinderklinik Heidelberg ( 60 km ) oder Heilbronn ( 70 km) . Mittlerweile ist es halb 11. Wir fahren nachhause, brennen in Dürn in der Basilika eine Kerze an holen den Rosenkranz raus und legen uns ins Bett.

Ich weis nicht ob Frau Gesundheitsministerin Schmidt jemals in solcher Situation war – wahrscheinlich nicht.

Unserer Tochter geht es wieder gut und es war ja auch Gott sei Dank nur Fieber, doch ich darf mir gar nicht vorstellen was los ist wenn bei uns wieder einmal jemand samstagabends ernsthaft krank wird.

Das ganze System ist recht marode und die Hauptschuld gebe ich dir  liebe Ulla . Die Dienstwagen Geschichte hat mir von dir dein wahres Gesicht gezeigt. Wie gesund oder krank der Bürger ist interessiert dich nämlich einen Scheiß , meine Empfinden nach hast du keine Funken anstand , keine Gespür für Moral .

Ich werde jetzt aus dem Gesundheitssytem aussteigen und das ersparte zu Hälfte der Kirche (von denen bin ich übrigens auch kein Freund) spenden für Rosenkranz und Kerzen. Die andere Hälfte werde ich schon mal beim örtlichen Bestatter anlegen. Liebe Ulla eines möchte ich dir noch auf den Weg geben: Ich wünsche dir Flöhe am Arsch und so kurze Arme das du dich nicht kratzen kannst.

Viele Grüße aus dem Odenwald sendet Zack.

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